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Park 📍 Bagnères-de-Luchon

LE PARC DES QUINCONCES

Esplanade vor dem Thermalbad.

Der Parc des Quinconces wurde ab 1849 angelegt, als die Entwicklung der Thermalbäder neue städtische Anlagen erforderte. Er bietet ein wahres grünes Schmuckkästchen von über 4 Hektar.

Der Bereich vor den Thermen wurde nach dem Modell der französischen Gärten mit einer geordneten Vegetation angelegt. Die Katalpas und Tulpenbäume sind in Quinconces gepflanzt, daher der Name des Parks.

Am Eingang des Parks auf der linken Seite befindet sich die Statue von Abel und Kain, die 1896 von Jean Marie Mengue aus Luchon gemeißelt wurde. Die Szene stammt aus dem Buch Genesis und stellt den Moment unmittelbar nach dem Brudermord dar. Abel liegt leblos am Boden, während Kain sich der Schwere seiner Tat bewusst wird.

Weiter oben ehrt die 1889 von Gustave Adolphe Désiré Crauk geschaffene Statue den Baron d'Etigny.

Auf der linken Seite ist der Musikpavillon typisch für das Ende des 19. Jahrhunderts. Er hat eine achteckige Form, ist aus Gusseisen gebaut und besteht aus einem Steinsockel und einem Boden, die als Resonanzkörper dienen.

Nebenan, im heutigen Haus des Kurgastes, befanden sich Anfang des 20. Jahrhunderts die erweichenden Bäder, die der Schönheitspflege der Damen vorbehalten waren.

Auf dem Weg zum See befindet sich rechts neben der großen Atlaszeder die Bärenstatue. Sie wurde 1950 von Georges-Lucien Guyot aus Bronze gefertigt. Von Generation zu Generation rutschten und rutschen Tausende von Kindern auf seinem glänzenden Rücken. Sie ist ein Muss für ein Erinnerungsfoto.

Die Statue des Lilientals in dem kleinen Becken neben dem See wurde 1899 von Jean Marie Mengue geschnitzt. Sie ist eine Allegorie auf das nahegelegene Lys-Tal.

Man gelangt nun in den zweiten Teil des Parks, der nach englischem Vorbild angelegt wurde. Die Pflanzenwelt spielt hier eine wichtige Rolle, mit einer Mischung aus exotischen und einheimischen Nadelbäumen, die sich im See spiegeln. Die Spaziergänge führen bis zum Wald an der Bergflanke.

Wenn man rechts hinaufsteigt, findet man die Station der Standseilbahn. Sie wurde 1894 in Betrieb genommen und bediente ein Gasthaus "La Chaumière" auf 900 Metern Höhe. Sie war 60 Jahre lang in Betrieb.

Etwas weiter entfernt befindet sich die Buvette du Bosquet aus dem Jahr 1900. Sie ist vollständig aus Holz gebaut und mit einem Strohdach gedeckt, weshalb sie auch "la buvette du petit lait" (die Milchkanne) genannt wird. Die Kurgäste kamen hierher, um Molke zu trinken, die "den Magen über das schwefelhaltige Wasser hinwegtrösten" sollte.

Weiter oben auf der rechten Seite befindet sich die 1906 von Jean-Marie Mengue geschaffene Statue des Pyrenäenforschers Marcel Spont, der von Bergattributen umgeben ist. Unterhalb des Brunnens befindet sich die Fontaine du Caraouet, die in der Gedichtsammlung Les Musardises von Edmond Rostand erwähnt wird, der 1890 in Luchon lebte, wo er die Sommer seiner Jugend verbrachte. Sie ist mit einer Tafel gekennzeichnet, auf der folgende Verse zu lesen sind: "Elle chante comme un rouet, la fontaine de Caraouet" (Sie singt wie ein Spinnrad, der Brunnen von Caraouet).